Konzept

KinGs Gevelsberg

Pestalozzi

 Pädagogisches Konzept der offenen Ganztagsschule Pestalozzi im Verantwortungsbereich der AWO

  1. Die Einrichtung AWO KinGs      Gevelsberg Pestalozzi

 

Die AWO KinGs Gevelsberg Pestalozzi sind zum 01.08.2007 eröffnet worden.

 

  1. Kinder und personelle Besetzung
         Die derzeit angemeldeten 81 Kinder, zwischen 6 und 10 Jahren, werden von      zwei Erzieherinnen, einer Kinderpflegerin und zwei Ergänzungskräften      betreut.
         Die Gruppenbildung richtet sich jeweils nach dem Unterrichtsschluss der      Kinder.
         Jedes Kind ist dazu verpflichtet, sich von der zu betreuenden Person      abzumelden.
  2. Räumlichkeiten
         Insgesamt stehen den Kindern sechs Räume zur Verfügung:
         - ein Mehrzweckraum, der vor allem als Bewegungsraum genutzt wird
         - ein Gruppenraum, aufgeteilt in Bauecke, Kreativbereich, Leseecke mit      Rückzugsmöglichkeit. Die Gestaltung soll veränderbar sein und den      Bedürfnissen der Kinder angepasst werden
         - zwei Hausaufgabenräume mit abgetrennten Kuschelecken. Die      Hausaufgabenräume werden auch genutzt für Projekte oder andere      pädagogischen Arbeiten
         - eine kleine Mensa, in der das Mittagessen eingenommen wird, oder auch      Gespräche geführt, oder Konferenzen mit den Kindern gehalten werden
         - ein Snoezelraum, in dem sich ein Kind zurückziehen, oder ein      vertrauliches Gespräch mit der Erzieherin führen kann.
  3. Öffnungszeiten
         Einschließlich der Unterrichtszeit hat die offene Ganztagsschule von 8:00      Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet.
         Um eine kontinuierliche Gruppenarbeit und Hausaufgabenbetreuung zu      gewährleisten, ist eine Anwesenheitspflicht der Kinder bis 15:00 Uhr      (Kernzeit) verbindlich. Dies schreiben auch die Förderrichtlinien des      Erlasses zur offenen Ganztagsschule des Landes NRW vor.
         Die AWO KinGs haben drei Wochen in den Sommerferien, sowie mindestens je      eine Woche in den Oster-, Herbst- und Weihnachtsferien geöffnet.

 

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  1. Pädagogische Alltagsgestaltung

 

Die AWO KinGs übernimmt die Betreuung nach der vierten Stunde.

 

  1. Mittagessen
         Die Kinder nehmen die Mahlzeiten gemeinsam in Gruppen ein. Dies geschieht      in einem geregelten Rahmen. Esskultur und Tischsitten sollen übermittelt      werden, um eine Wertschätzung der Mahlzeit und der Speisen zu      gewährleisten.
         Es soll eine angenehme und vertrauliche Atmosphäre herrschen, in der die      Kinder sich untereinander und mit den Betreuern austauschen können.
  2. An besonderen Tagen, wie zum Beispiel      Geburtstagen, wird das Mittagessen festlich gestaltet. Der Tisch wird      geschmückt und die besondere Situation gewürdigt.
  3. Hausaufgaben
         Zwischen 13:30 Uhr und 14:30 Uhr findet in den beiden Hausaufgabenräumen      und in dem Gruppenraum die Hausaufgabenbetreuung statt. Am ersten Freitag      im Monat werden die Hausaufgaben nicht im Ganztag, sondern zu Hause      gemacht. An diesem Tag findet für die Kinder eine besondere Aktion statt.
         Die Erzieherinnen sorgen für eine angenehme Atmosphäre. Sie begleiten die      Arbeit der Kinder, indem sie Hilfestellung zu selbständigem Arbeiten      geben. Die Kinder werden gemäß ihren Stärken und Schwächen motiviert. (Ein      Kind, das sich Mühe gibt, verdient im selben Maß Anerkennung, wie ein      Kind, das mit Leichtigkeit den Anforderungen gerecht wird).
         Die endgültige Verantwortung für die Hausaufgaben haben die Eltern. Sie      sind verantwortlich für die Korrektheit und die Vollständigkeit der      Arbeiten und Materialien, für die Durchsicht und Unterschriften bei      Klassenarbeiten usw.. Das Lesen der Kinder wird zu Hause gewährleistet.
  4. Gestaltung der freien Zeit
         Die offene Ganztagsschule bietet den Kindern die Möglichkeit, ihren      Bedürfnissen oder ihren persönlichen Hobbys nachzugehen. Dadurch, dass die      Kinder die angebotenen AG´s eigenständig wählen können, wird die      Selbstorientierung und Entscheidungsfähigkeit gefördert. Die AG´s werden      sowohl von außerschulischen Anbietern als auch intern von den      pädagogischen Fachkräften angeboten. Hierbei wollen wir gewährleisten,      dass die Kinder einerseits lernen, sich nach außen zu orientieren,      andererseits aber auch die Geborgenheit und Nähe der Schule und Erzieher      erfahren können.
         Ein sinnvoller Wechsel von freier und regulierter Spielzeit bietet den      Kindern einerseits Orientierung, fördert andererseits einen aktiven      Lebensbereich.
         Das Freispiel wird von den Betreuern begleitet und nicht beeinflusst.      Durch gezielte Beobachtung haben wir den Anspruch, im situativen Ansatz zu      arbeiten. Wir greifen auf, was die Kinder begeistert, belastet oder      einfach nur beschäftigt. Aus diesen Beobachtungen formulieren wir      gemeinsam ein Thema, das wir miteinander bearbeiten oder aus dem wir ein      Projekt entwickeln.
         Uns ist wichtig, den Kindern Strukturen zu geben, aber auch die      Möglichkeit, sich innerhalb der Gruppe individuell oder gemeinsam zu      entfalten.

 

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  1. Zusammenarbeit       mit den Eltern, der Schule und dem Träger

 

Die transparente Darstellung unserer inhaltlichen und pädagogischen Arbeit in unserer Ganztagsschule ist Grundvoraussetzung für eine positive Zusammenarbeit.
Alle Erziehungsberechtigten der Einrichtung bilden die Elternversammlung. Der Träger und die Betreuer sind dazu verpflichtet, diese über die Angelegenheiten der Einrichtung zu unterrichten.
Die Elternversammlung wählt den Elternrat, welcher mit dafür verantwortlich ist, dass die Zusammenarbeit zwischen den Eltern, der Schule, dem Träger und den Betreuerinnen belebt und gefördert wird.

Der Rat der Einrichtung setzt sich aus dem Träger, einem/er Vertreter/in der Schule, den Betreuerinnen und dem Elternrat zusammen.

Angestrebt wird eine gute Zusammenarbeit zwischen den Eltern, der Schule, dem träger und den Betreuern.
Konflikte sollten gemeinsam und fair gelöst werden, um den Kindern eine Vorbildfunktion zu bieten.
Im Interesse unserer Kinder möchten wir eine Gemeinschaft bilden, die unsere Arbeit trägt.

 

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  1. Grundlagen und Ziele der       pädagogischen Arbeit

 

Mit dem Konzept werden die Grundlagen und Ziele der pädagogischen Arbeit verdeutlicht.

Die Grundlage der offenen Ganztagsschule ist der jeweils gültige Erlass zur offenen Ganztagsschule des Landes NRW.
Wichtigstes Ziel der offenen Ganztagsschule ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sowie eine verlässliche Betreuung der Kinder.

Kinder brauchen Erwachsene, die ihr Erleben der Welt ernst nehmen; sie vor Gefahren schützen und ihre Meinungen, Erwartungen und Wünsche berücksichtigen.
Kinder brauchen Kinder, um im Kontakt mit ihnen soziale, emotionale, kreative, kognitive und sensomotorische Kompetenzen weiterzuentwickeln.
Kinder brauchen Wärme, Geborgenheit, Strukturen und Freiräume.

Unsere Ziele sind:

  • das Kind lernt sich als Individuum mit Stärken      und Schwächen selbst anzunehmen; jedes Kind ist dabei wichtig und      einzigartig
  • Bewusstwerdung des eigenen Rollenverhaltens      innerhalb der Gruppe (Rollen verändern sich, kein Schubladendenken)
  • Förderung der eigenen Wertschätzung
  • Förderung der Wertschätzung des Gegenübers
  • Stärken fördern, an den Schwächen arbeiten
  • Spielerisches Lernen über die      Körperwahrnehmung, Sinne und über den Intellekt
  • Lernen durch Selbsterfahrung, durch eigenes      Ausprobieren, Reflektieren und Wahrnehmung aller Sinne
  • Entwicklung von Kompetenzen
  • Förderung von Kultur und Bildung (die Kinder an      Bücher, Kunst und Musik heranführen)
  • Vermittlung humaner Werte
  • Wertschätzung der Natur
  • Ganzheitliche Förderung